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Jesus verschenkt sein Leben!

Das Wort zum Mai und zur Erstkommunion von Pfr. Michael Hipp

Was hat ein Pelikan in einer Kirche zu suchen? Finden kann man ihn zum Beispiel in der Alten Kirche in Sandhausen und in St. Peter. Pfr. Michael Hipp beschreibt in seinem Wort zum Monat Mai die Bedeutung des Pelikans als religiöses Symbol. Und er zieht damit eine Verbindung zur Feier der Erstkommunion. Wegen Corona finden diese in den kommenden Monaten zum zweiten Mal nacheinander in kleinerer Form statt.

Liebe Christinnen und Christen,
liebe Erstkommunionkinder mit ihren Familien!
 
Im zweiten Jahr erleben wir, wie wir unsere Kinder unter Corona-Bedingungen zur Erstkommunion und ihre Familien in der Katechese begleiten. Wir versuchen mit den uns verbleibenden Möglichkeiten, den Herrn Jesus Christus näher zu bringen, der nicht kam, um zu herrschen, sondern zu dienen. Seinen „Mut zum Dienen“ (=Demut) verdeutlichten viele Künstler immer wieder mit der Symbolsprache von Bildern.
 
Auch heute noch findet man in Kirchen immer noch die beliebte Symbolfigur des Pelikan – so auch in der „Alten Kirche“ in Sandhausen oder in St. Peter in Gauangelloch! Dieses Tier, so kann man es dargestellt sehen, pickt sich die Brust auf, um mit seinem Fleisch und Blut seine Jungen in Notzeiten zu ernähren. Er gibt sein Blut, sein Leben hin, damit andere durch ihn und von ihm leben können. Diese Sage will uns etwas verdeutlichen. Blut ist Lebenskraft der Menschen und der Tiere. Immer wieder geben gesunde Menschen Blut ab, damit Kranken das Leben gerettet werden kann. Blutspenden ist keine einfache und ganz schmerzlose Sache. Blutspenden kann vorübergehend schwach und kraftlos machen. Dennoch tun es viele Menschen, und das ist gut so.
 
Ein Mensch lebt vom Blut eines anderen; Blut schenken, Leben geben ist ein Zeichen der Liebe. Am Abend seines Lebens hat Jesus sein Blut, sein Leben, ja sich selbst verschenkt in den Zeichen von Brot und Wein, damit wir durch ihn und von ihm leben können. In seiner großen Liebe wollte Jesus alle Menschen teilhaben lassen an seinem Leben. Darum verschenkte er wie der Pelikan sein Herzblut an uns. Er hat uns aufgetragen, dieses Mahl miteinander zu feiern, weil er sein Blut, sein Leben an uns verschenken will. Mehr als sein Blut, sein Leben, kann Jesus nicht hergeben. Das ist das größte Geschenk seiner Liebe. Da, wo Menschen dieses Geschenk seines Lebens annehmen, geschieht Gemeinschaft mit ihm, Gemeinschaft untereinander, Kommunion. Kommunion meint, aus seiner Kraft miteinander und füreinander zu leben, andere Menschen am eigenen Leben teilhaben zu lassen. Anderen Menschen Leben schenken, miteinander und voneinander leben, geschieht nicht nur beim Blutspenden, sondern ist Auftrag Jesu für unser ganzes Leben. Wenn wir mit Jesus und aus seiner Kraft leben, können wir mit anderen kommunizieren, mit anderen Gemeinschaft haben, für sie da sein.
 
An den kommenden Sonntagen feiern wir, dass Jesus uns sein Leben, seine Liebe schenkt. Er will sein Blut, sein Leben an uns verschenken, damit wir durch ihn leben können für immer. Wir danken ihm, weil er uns gezeigt hat, dass es sinnvoll ist und glücklich macht, sein Hertzblut herzugeben, sein eigenes Leben zu verschenken, damit andere leben können.
 
Allen Erstkommunionkindern und ihren Familien wünsche ich von Herzen, dass sie in ihrem Leben stets die Nähe unseres Herrn spüren. In diesem Sinn: Frohes Fest!
 
Ihr Kooperator Pfr. Michael Hipp