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Wo wird der Sitz der Pfarrei Neu "Wiesloch-Ost" sein?

27.02.2023 | Überlegungen starten mit Erhebungsbogen

Wo könnte der Sitz der Pfarrei Neu „Wiesloch-Ost“ mit einem Verwaltungszentrum sein? Bis Ende Juli erwartet die Erzdiözese Freiburg von den Verantwortlichen ein Votum dazu. Wie der Weg zu dem Votum aussieht und wer die Verantwortlichen sind, erfahren Sie in dieser Meldung. Außerdem mehr dazu, wie im Projekt „Kirchenentwicklung Wiesloch-Ost“ sichergestellt wird, dass es nicht nur um eine zentrale Struktur, sondern auch um Möglichkeiten vor Ort und um pastorale Fragen geht.

In einem Brief Anfang Februar wurden die vier Pfarrgemeinderäte auf dem Gebiet der künftigen Pfarrei „Wiesloch-Ost“ über diese Fragestellungen informiert: „Die Erzdiözese Freiburg erwartet von uns, dass wir bis Ende Juli uns gemeinsam für ein Votum aussprechen, wo der Sitz der künftigen Pfarrei sein soll. Dieses Votum stellt dann die Grundlage für eine Prüfung des Erzbischöflichen Ordinariates und schlussendliche Entscheidung des Erzbischofs dar“, so Pfr. Bernhard Pawelzik und Dr. Klemens Gramlich, die innerhalb der Projektleitung für das Thema „Verwaltung im Prozess“ zuständig sind. Mit einem Erhebungsbogen, der die von der Erzdiözese vorgegebenen Kriterien aufgreift, sollen die Pfarrgemeinderäte eine Selbsteinschätzung abgeben, ob und unter welchen Bedingungen der Sitz der Pfarrei mit einem Verwaltungszentrum in ihrer jeweiligen Kirchengemeinde möglich ist. Hierbei spielen Kriterien wie die Lage (Zentralität, Erreichbarkeit mit PKW und ÖPNV und Infrastruktur) sowie die möglichen Raumkapazitäten für ein Verwaltungszentrum eine Rolle.
 
Das Verwaltungszentrum bietet nach diözesanen Vorstellungen in erster Linie Raum für das „Back-Office“, also für alle Aufgaben ohne Publikumsverkehr. Für die Aufgaben eines Pfarrbüros mit Publikumsverkehr („Front-Office“), wird es Außenstellen geben. Der Erhebungsbogen fragt deshalb auch nach sinnvollen Standorten für solche Außenstellen. Dienstleistungen, die notwendigerweise auch an Orten ohne Pfarrbüro angeboten werden sollen, können bei der Abfrage ebenfalls benannt werden. „Wir werden gemeinsam mit Ihnen nach Lösungen suchen, wie diese Dienstleistungen am besten aufrecht erhalten werden können“ schreiben Bernhard Pawelzik und Klemens Gramlich an die Räte.
 
Wie geht es mit den Ergebnissen der Erhebung weiter? Auch dafür gibt es Perspektiven. Die Erzdiözese Freiburg hat mit dem „Vorfeld-Entscheidungen-Gesetz“ die Rahmenbedingungen dafür geschaffen, dass – wie der Name sagt –die nötigen Entscheidungen im Vorfeld der Einrichtung der Pfarrei Neu rechtssicher getroffen werden können. Dazu bilden die vier Pfarrgemeinderäte aus den Seelsorgeeinheiten Letzenberg, Walldorf-St. Leon-Rot, Leimen-Nußloch-Sandhausen sowie Wiesloch-Dielheim ein gemeinsames Gremium, um gemeinsam die nötigen Entscheidungen wie die zum Sitz der Pfarrei treffen können. Die konstituierende Sitzung findet am Dienstag, 2. Mai 2023 im Gemeindezentrum in Rauenberg statt. Auch ein gemeinsamer Stiftungsrat wird eingerichtet, erste Sitzung ist am 24. Mai 2023 um 19.30 Uhr im Pfarrsaal von St. Peter - Walldorf. Die Erhebungsbögen werden bis Ostern von den Pfarrgemeinderäten ausgefüllt und vor der Sitzung am 2. Mai ausgewertet. 
 
Bleibt noch die Frage: Was ist mit der Pastoral? Was ist mit den Inhalten? Die werden in einem zweiten Erhebungsbogen abgefragt, mit dem Ziel, „Pastorale Knotenpunkte“ zu finden, so die beiden Mitglieder der Projektleitung in ihrem Schreiben, „das heißt Orte, an denen ein bestimmtes Thema über das normale Maß hinaus gelebt und über den jeweiligen Ort hinaus ausstrahlen könnte; eine Art Inspirations- und Verdichtungsort für ein bestimmtes Anliegen.“ Wichtig ist den Projektverantwortlichen: „Selbstverständlich freuen wir uns auch über alle Gruppen, die in einem normalen Maß aktiv sind. Sie werden weiterhin sehr wichtig sein und das Gesicht der Kirche vor Ort mit prägen – sie sind nur nicht Teil dieser spezifischen Umfrage.“
 
Bernhard Pawelzik und Klemens Gramlich formulieren in diesem Zusammenhang auch ein Grundanliegen der Kirchenentwicklung für die Pfarrei Neu: „Unser Fokus auf ein Netz solcher Knotenpunkte soll Ihnen signalisieren, dass Kirchenentwicklung 2030 bei uns weit mehr ist als ein Strukturprozess.“ In der Zusammenschau der vielen Aspekte - Verwaltung, Pfarrbüros, Dienstleistungen, pastorale Knotenpunkte und thematische Erkundungen - wird deutlich, dass die Pfarrei Neu ein großes Netzwerk werden wird: mit Orten der Dienst-Leistung (im wahrsten Sinn des Wortes) und pastoralen Kristallisationspunkten, die sich gegenseitig bereichern und in die ganze Pfarrei Neu ausstrahlen.