14.03.2023 |
K2030: Treffen mit Sekretärinnen und Hauptamtlichen in der Pastoral
Die Kirchenentwicklung 2030 wirkt sich an vielen Punkten aus, stößt Veränderungen und Entwicklungen an - bei Institutionen und den Menschen, die darin tätig sind, egal ob haupt- oder ehrenamtlich. Parallel zu Informationsveranstaltungen in Pfarrgemeinderäten und Gemeindeteams sind von Anfang an zwei wichtige Zielgruppen im Blick der Projektverantwortlichen: die Sekretärinnen in den Pfarrbüros und die Hauptamtlichen in der Pastoral. Für diese beiden Gruppen gab es Anfang März jeweils eine Beteiligungsveranstaltung.
Beide Male lud die Projektkoordination, Pfr. Bernhard Pawelzik und Pastoralreferent Gernot Hödl mit Unterstützung der örtlichen Pfarrgemeinde in das Carolushaus nach Walldorf ein. In beiden Treffen ging es grundsätzlich um die nächsten Schritte im Projekt „Kirchenentwicklung 2030 Wiesloch-Ost“, die anstehen. In erster Linie sind das die Bildung eines gemeinsamen Entscheidungsgremiums aus den bestehenden vier Pfarrgemeinderäten und die erste Entscheidung des Gremiums über den Sitz der künftigen Pfarrei.
Für die Sekretärinnen wurde diese Information zum Verwaltungszentrum noch vertieft, da gerade ihre Arbeitsplätze und ihre Arbeitsformen davon betroffen sind. Im zukünftigen Verwaltungszentrum wird in erster Linie das „Back-Office“, also die Aufgaben ohne Publikumsverkehr, angesiedelt sein. Darüber hinaus wird es Außenstellen geben, die als „Front-Office“, also als Anlaufstellen für die Anliegen der Menschen dienen. Für Dienstleistungen, die weiter vor Ort geleistet werden müssen - da wo es keine Außenstelle gibt – wird nach praktikablen Lösungen gesucht. Informiert wurden die Sekretärinnen auch über die Entscheidungswege: von den aktuellen Erhebungsbögen über die Vollversammlung der Pfarrgemeinderäte am 2. Mai in Rauenberg bis zur Entscheidung über den Sitz der Pfarrei und den danach anstehenden Entscheidungen.
In den Rückmeldungen wurde deutlich, dass die Pfarrsekretärinnen einen realistischen Blick auf die Veränderungen haben, die sich oft als zwei Seiten einer Medaille darstellen. Wo eine Spezialisierung möglich ist, die durchaus als Gewinn gesehen wird, geht die Vielfalt in der Arbeit verloren. Einerseits müssten an manchen Orten liebgewonnene Kontakte zurückgefahren werden, andererseits ergäben sich dadurch die Chance auf Teamarbeit. Die verlorene Nähe könne für viele Menschen von heute durch Verstärkung digitaler Angebote aufgefangen werden. Der Austausch über Gewinn, Verlust durch und Aufwand für die Veränderungen war ehrlich und damit für die Projektverantwortlichen hilfreich.
Pfr. Pawelzik sortiert die Stichworte zu den pastoralen Knotenpunkten.
Beim Treffen mit den Hauptamtlichen in der Pastoral am Tag darauf stand mehr der zweite „Strom“ des Projekts Kirchenentwicklung im Mittelpunkt, die Suche nach pastoralen Knotenpunkten. Auch hierzu gibt es wie im Verwaltungsbereich einen Erhebungsbogen an die Pfarrgemeinderäte und Gemeindeteams. Der Blick der Hauptamtlichen auf die pastoralen Bereiche, die an einzelnen Orten besonders stark und lebendig sind, hilft, die „Landkarte der Pastoral“ genauer zeichnen zu können und ergänzt so die Eingaben der Räte und Gremien. Verheißungsvoll war die Erkenntnis, dass es an vielen Orten lebendige Initiativen gibt, die als Knoten- und Kristallisationspunkte an viele andere Orte in der Pfarrei Neu ausstrahlen und diese befruchten können. Ebenso freuen sich viele über die Aussicht auf mehr Teamwork und Kooperation.
Den Projektverantwortlichen ist klar, dass es noch viele andere Zielgruppen gibt, die Stück für Stück mit auf den Weg der Kirchenentwicklung mitgenommen werden. Nicht jede dieser Zielgruppen ist jetzt schon berührt. Für so manches Themenfeld ist auch noch nicht klar, in welchen Strukturen in der Pfarrei Neu die Arbeit organisiert wird. An dieser Stelle bitten die Projektverantwortlichen um Geduld und um das Vertrauen, dass zur rechten Zeit gute Lösungen gefunden werden.