Das Delta Klang Vokalensemble in der St. Ägidius-Kirche
Am 6. Juli 2025 wurde die Kirchenkonzertreihe in der St. Ägidius-Kirche in St. Ilgen mit einem sehr gut besuchten Konzert fortgesetzt. Es sang das Delta Klang Vokalensemble aus Mannheim unter dem Motto „Little Birds“ unter der Leitung von Matthias Claudino.
Das Konzert eröffnete unsere Kirchenmusikerin Melanie Jäger-Gubelius an der Orgel mit einem sommerlichen Potpourri „Geh aus mein Herz“ vom früheren Peterskirchen-KMD Carsten Klomp, in dem schön mehrere kleine Vögel zu hören waren. Das 14-stimmige Vokalensemble ließ anschließend den „Earth Song“ von Frank Ticheli a capella erklingen. Im neoimpressionistischen titelgebenden „Little Birds“ von Eric Whitacre imitierten die Sängerinnen und Sänger auch pfeifende Vögel und ließen sie am Schluss sogar davonflattern. Dabei wurden sie am Keyboard von Melanie Jäger-Gubelius begleitet.

Dem „Ave Generosa“ von Hildegard von Bingen, das zwischen vom Sopran vorgetragenen einstimmigen und vierstimmigen Abschnitten wechselte, schloss sich unmittelbar das gleichnamige Stück von Ola Gjeilo an, in dem der Altsaxophonist Robin Walter das Ensemble begleitete. Sämtliche Saxophon-Arrangements der Chorstücke hatte Matthias Claudino erarbeitet.
Danach erklangen Kuckucks-Rufe zuhauf von der Orgel in „Le Coucou“ vom Barock-Komponisten Louis Claude Daquin. Die wunderbare Akustik der Kirche ebenso wie die klanglichen Fähigkeiten des kleinen Ensembles kamen in den beiden anschließenden a capella Chorstücken von Felix Mendelssohn-Bartholdy „Mailied“ und „Im Walde“ besonders gut zur Geltung.
In „Trees“ von Eriks Esenvalds erzeugten die Sänger mittels auf unterschiedliche Tonhöhen präparierter Wassergläser Sphärenklänge, die gemeinsam mit den Stimmen wie Himmelsmusik klangen. Abschnitte mit Text wechselten dabei mit Abschnitten ab, in denen der Chor mit Vokalisen das Saxophon begleitete.
In der Aria von Eugène Bozza schwang sich das Saxophon dann vom Keyboard begleitet in großen Bögen in wunderbar weich klingende Höhen. Im a capella vom gesamten Vokalensemble vorgetragenen „Du går från död till liv“ (Du gehst vom Tod zum Leben) von Mårten Jansson tat ihm dies anschließend insbesondere der Sopran gleich.
Es folgte das unseren Chören wohlbekannte, weil bereits 2019 im Konzert schon selbst gesungen, romantische „Cantique de Jean Racine“ von Gabriel Fauré. Eine kleine Vorausschau auf das Konzert des großen Projektchores am 23. November 2025 in Sandhausen, bei dem das Requiem von Fauré erklingen wird. Das Konzertprogramm schloss das hebräische „Kalá kallá“ von Eric Whitacre ab. Als Zugabe eines rundum gelungenen Abends gab es nochmals das Stück mit den Gläsern „Trees“. Die Zuschauer verließen strahlend und begeistert die Kirche und waren voll des Lobes für die Künstler.

Edelgard Hund
